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 über Aufwand

Aufwand ist stets unscharf. Niemand kann Aufwand wirklich genau bestimmen.
Damit Software-Projekte (annähernd) gelingen, ist eine gute Schätzung des Aufwandes unerlässlich. Hierfür sind aus der Literatur verschiedene etablierte Verfahren bekannt, z.B. COnstructive COst MOdel (CoCoMo) oder Function Point. Diese führen laut einer übergreifenden Studie1 nicht zu besseren Ergebnissen als Expertenschätzungen. In der Praxis werden überwiegend Expertenschätzungen gemacht.

1 Kjetil Moløkken and Magne Jørgensen: "A Review of Surveys on Software Effort Estimation", IEEE International Symposium on Empirical Software Engineering (ISESE) 2003. September 30 - October 1, Rome, Italy.

 

 

 über Softwareentwickler (und Dilettanten)

Nur wer Anforderungen wirklich versteht, kann sie einfacher und klarer lösen. Ein guter Entwickler löst die Anforderungen kompakter und in kürzerer Zeit als ein mittelmäßiger. - Stefan Bachert, aboutIT

Ein guter Softwareentwickler wird nicht nur darauf schauen, dass er so viel Software wie möglich wieder verwendet, sondern auch darauf, dass neu entwickelte Software einfach wieder verwendbar wird. Die Erfahrung zeigt, dass durch objektorientierte Programmierung tatsächlich Codewiederverwendung erzielbar ist. Kosteneinsparungen ergeben sich dadurch aber normalerweise nur, wenn die Softwareentwickler ausreichend erfahren sind, um die Möglichkeiten optimal zu nutzen und Zeit in die Wiederverwendbarkeit investiert wird. Weniger erfahrene Entwickler investieren oft zu wenig oder zu viel oder an falscher Stelle in die Wiederverwendbarkeit von Klassen und Komponenten. Solche Fehlentscheidungen können sich später rächen und, durch lange Entwicklungszeiten, sogar zum Scheitern eines Projekts führen. - Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Franz Puntigam, Technische Universität Wien, Institut für Computersprachen (E185)

Die Dilettanten, wenn sie das Möglichste getan haben, pflegen zu ihrer Entschuldigung zu sagen, die Arbeit sei noch nicht fertig. Freilich kann sie nie fertig werden, weil sie nie recht angefangen ward. Der Meister stellt sein Werk mit wenigen Strichen als fertig dar; ausgeführt oder nicht, schon ist es vollendet. Der geschickteste Dilettant tastet im Ungewissen, und wie die Ausführung wächst, kommt die Unsicherheit der ersten Anlage immer mehr zum Vorschein (Goethe). Ganz zuletzt entdeckt sich erst das Verfehlte, das nicht auszugleichen ist, und so kann das Werk freilich nicht fertig werden. Das ist eben das Wesen der Dilettanten, dass sie die Schwierigkeiten nicht kennen, die in einer Sache liegen, und dass sie immer etwas unternehmen wollen, wozu sie keine Kräfte haben. - Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe

 

 

 über Dokumenation

"Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinah richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen"
- Mark Twain

Schreiben ist wie das Leben ein ständiger Lernprozess. Niemand wird als reifer Künstler geboren, also erst mal schreiben, später dann kann man Ideen bewerten und Texte redigieren, doch erst mal soll man sich gestatten, die Wörter fließen zu lassen, Texte zu Papier zu bringen. - Edith Sowa (Wien)

1842 verfasste Ada Lovelace, Tochter von Lord Byron, das erste Software-Handbuch für Programmierer. Zuvor hatte Charles Babbage Differenz- und Analysemaschinen konstruiert, die als Vorläufer der Computer gelten (aus Wikipedia). 2003 (161 Jahre später): In der Praxis haben aktuelle und vollständige Projekthandbücher, die den Projektleiter und seine Teammitarbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen noch Seltenheitswert. - Bruno Grupp "Der professionelle IT-Projektleiter" 2003 mitp S.41

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